Dreyse Zündnadel Füsiliergewehr M/1860 aptiert nach Beck

Dreyse Zündnadel Füsiliergewehr M/1860 (Ansicht von links)

Dreyse Zündnadel Füsiliergewehr M/1860 (Ansicht von rechts)

Frontpartie eines Zündnadel Füsiliergewehres M1860 (Seitenansicht)

Frontpartie eines Zündnadel Füsiliergewehres M1860 (Ansicht von unten)

Frontpartie eines Zündnadel Füsiliergewehres M1860 mit aufgeflanztem Füsilier-Seitengewehr M1860
Das Seitengewehr wird mittels Parierstangenring der über die Laufmündung greift und der kurzen Profilschiene die rechts am Lauf angebracht ist auf dem Füsilier-Gewehr M1860 befestigt.
Das Dreyse-Zündnadel-Füsiliergewehr M/1860
Das Dreyse-Zündnadel-Füsiliergewehr M/1860 (oft als F.G. Mod. 60 oder M/60 bezeichnet) war eine kompaktere, speziell für die preußischen Füsilier-Einheiten entwickelte Variante des revolutionären Dreyse-Zündnadelgewehrs. Es kombinierte das wegweisende Prinzip des Hinterladers mit Zylinderverschluss mit einer optimierten Führigkeit für die leichtere Infanterie.
Historischer Kontext und Entwicklung
Das ursprüngliche Zündnadelgewehr Modell 1841 (M/41) war zwar eine waffentechnische Revolution, für die agiler operierenden Füsiliere jedoch zu lang und unhandlich. Im Jahr 1860 führte die preußische Armee daher offiziell das modifizierte Muster 1860 ein. Es wurde unter anderem im Königlichen Gewehrfabriken-Arsenal Danzig sowie bei Dreyse in Sömmerda gefertigt. Seine Bewährungsprobe erlebte das Gewehr im Deutsch-Dänischen Krieg (1864), im Deutschen Krieg (1866) und im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71).
Technische Spezifikationen und Merkmale
Das M/1860 unterschied sich vom Standardgewehr vor allem durch seine kompakteren Abmessungen und geänderten Beschläge:
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Gesamtlänge: ca. 130,5 cm (deutlich kürzer als die 142,5 cm des M/41).
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Lauflänge: ca. 74,5 cm aus Gussstahl mit 4 Zügen.
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Kaliber: 15,43 mm.
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Gewicht: ca. 4.800 Gramm.
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Materialien: Geölter Nussbaumholz-Schaft, Messing- und Eisenbeschläge sowie ein braunierter Lauf.
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Visierung: Fixiertes Standvisier mit zusätzlichen Klappblättern für größere Distanzen.
Funktionsweise und Munition
Wie alle Zündnadelgewehre nutzte das M/1860 eine Einheitspatrone aus Papier, die das Geschoss, die Treibladung und das Zündelement (Zündpille) in sich vereinte. Beim Betätigen des Abzugs stieß eine lange, federbelastete Stahlnadel durch die Pulverladung hindurch, um die im Sabot (Spiegel) liegende Zündpille zu treffen. Dies erlaubte eine für die damalige Zeit enorme Feuerrate im Vergleich zu klassischen Vorderladern und ermöglichte das Nachladen im Liegen.
Zubehör: Das Füsilierseitengewehr M/1860
Zusammen mit dem Gewehr wurde am 4. August 1860 das Füsilierseitengewehr M/1860 als Bajonett eingeführt. Es besaß ein charakteristisches Messinggefäß in Vogelkopf-Form und eine geschwungene Klinge mit Schör. Diese Blankwaffe wurde direkt am Lauf arretiert und verlieh der Waffe im Nahkampf zusätzliche Effektivität.
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