Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 (Pikenbüchse)


Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von rechts

Ansicht der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse ) von rechts


Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von links

Ansicht der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse ) von links


Muendung der Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von rechts

Frontpartie einer Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 (Pikenbüchse) mit vollständig eingeschobenem Pikenbajonett M/1854


Muendung der Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von unten

Frontpartie einer Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 (Pikenbüchse) mit ausgezogenem Pikenbajonett M/1854(Detailansicht)


Pike ganz ausgezogen

Teilansicht Der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 (Pikenbüchse) mit voll ausgezogener Pike


Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von rechts

Teilansicht der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse ) von rechts mit Visierung für kürzeste Entfernung


Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 Teilansicht von links

Teilansicht der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse ) von links mit aufgestellter Visierklappe für weiteste Enfernung


Dreyse Zuendnadelbuechse M/1854 von oben

Teilansicht der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse ) von oben


Verschuss der Pikenbuechse mit Ansicht auf die Luftkammer und Zuendnadel

Verschluss von vorne ( Sicht auf Luftkammer und Zündnadel im abgeschlagenen Zustand )


Ansicht des Verschlusses im gespanten Zustand Ansicht des Verschlusses von hinten im gespannten Zustand

Teilansicht von hinten auf den Verschluss im gespannten Zustand


Abnahmestempel auf der rechten Seite der Pikenbuechse

Teilansicht auf Abnahmestempel der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse )


Pike mit FW Stempel

Der Stempel "FW" unter Krone ist das königliche Monogramm (die Chiffre) von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
(Regierungszeit 1840 - 1861)

(7739 steht für die Waffennummer)


Pike Stempel Spandau

Der Stempel "Spandau"auf einem Dreyse Zündnadelgewehr ist die Herstellerbezeichnung und steht für die Königliche Gewehrfabrik Spandau
Mod. 54 ist die Modellbezeichnung der Waffe


Jahr der Herstellung der Pikenbuechse auf der rechten Seite

Teilansicht auf den Stempel des Jahres der Fertigung der Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 ( Pikenbüchse )rechte Seite


Stempel auf der Laufwurzel Stempel auf der Laufwurzel

Stempel auf der Laufwurzel in 2 Ansichten (Laufmaterial Stahl, 585 Durchmesser des Laufes im Feldmaß)
585 steht für 0,585 preußische Zoll. Das entspricht: 0,585 × 26,15 mm ≈ 15,30 mm


Truppenstempel auf der Schaftkappe der Pikenbuechse

Truppenstempel auf der Schaftkappe (2.MD.xxx) leider nur noch sehr schlecht erkennbar


Sehr gut erhaltene Bestempelung des Schaftes

Sehr gut erhaltene Stempel auf der rechten Seite des Schaftes


Die Dreyse Zündnadelbüchse M/1854

Die Dreyse Zündnadelbüchse M/1854 (oft auch als Preußische Jägerbüchse M/54 oder
aufgrund ihrer markanten Besonderheit als "Pikenbüchse" bezeichnet) ist eine historisch
bedeutende und heute extrem seltene Variante des berühmten Dreyse-Zündnadelgewehrs. Sie
wurde im März 1855 ofiziell in der preußischen Armee eingeführt und war speziell für die
Jägertruppe sowie später für die Marine vorgesehen.

Hier sind die wichtigsten Details und technischen Eigenschaften dieses Modells im Überblick:
Technische Merkmale und Innovationen

● Gussstahllauf: Die M/1854 war das erste Modell der Dreyse-Zündnadelgewehre, bei
dem der Lauf serienmäßig aus Gussstahl statt aus geschmiedetem Eisen gefertigt
wurde, was die Haltbarkeit erheblich verbesserte.
● Kürzerer Verschluss: Das Zylinderverschluss-System des Dreyse-Mechanismus wurde
bei diesem Modell deutlich kompakter gestaltet und auf 17 cm verkürzt.
● Die integrierte "Pike": Die größte Besonderheit war das namensgebende Pikenbajonett.
Anstatt ein Bajonett separat aufzupflanzen, war ein dreikantiger Ladestock fest unter dem
Lauf montiert. Dieser konnte herausgezogen und arretiert werden, um sofort als
Stichbajonett (Pike) zu dienen. Im eingeschobenen Zustand fungierte er gleichzeitig als
Putz- und Entladestock.
● Kaliber: Die Waffe nutzte das typische Dreyse-Kaliber von 15,43 mm mit vier Zügen.
● Lauf-Finish: Die Ausführungen für die Jägertruppen besaßen zur besseren Tarnung im
Wald einen gebräunten Lauf, während die Versionen für die Marine meist blanke
Stahlläufe hatten.
●
Ablehnung bei der Truppe und historischer Verbleib
Obwohl die Waffe technisch fortschrittlich war, war sie bei den preußischen Jägern
ausgesprochen unbeliebt. Die stolzen Jägertruppen, die traditionell auf präzise Büchsen und
den Hirschfänger (als Seitenwaffe) setzten, sahen in der Pikenbüchse eine Abwertung ihrer
Rolle und bemängelten das Handling der fest verbauten Pike.
Schon Mitte der 1860er-Jahre wurde die M/1854 bei den Jägern durch die neue Jägerbüchse
M/65 ersetzt. Die ausgemusterten Pikenbüchsen wurden daraufhin:
1. An die preußische Marine abgegeben (weshalb erhaltene Stücke im Originalzustand
heute oft Marinestempel wie den der 1. Matrosendivision tragen).
2. In großem Stil zu Zündnadel-Pioniergewehren (U/M - Umgeändertes Modell)
umgebaut, wobei die Pike entfernt und eine Halterung für das Faschinenmesser
angebracht wurde.
Seltenheitswert: Wegen dieser massiven Umbaumaßnahmen sind originale, nicht modifizierte
Zündnadelbüchsen M/1854 mit funktionstüchtiger Pike heute absolute Raritäten und begehrte Sammlerstücke auf dem Waffenmarkt.


Das Text wurde mit Hilfe von KI erstellt


Hier geht es zur Beschreibung des Pikenbajonetts

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